Kinder im Auto: Neue Warnsysteme bieten noch keinen sicheren Schutz
von belmedia Redaktion +Flächendeckend-CH ➔ hundenews.ch ➔ katzennews.ch ➔ tierwelt.news Aargau Altstetten ZH Appenzell Ausserrhoden Appenzell Innerrhoden Bachenbülach Basel-Landschaft Basel-Stadt Bern Biglen Bremgarten AG Büron Dällikon Dietlikon Ebnat-Kappel Embrach Emmenbrücke Entlebuch Ermatingen Eschenz Feusisberg Freiburg Genf Glarus Glattbrug Graubünden Gstaad Hedingen Hohenrain Holderbank AG Hunde Innerthal Inwil Jegenstorf Jura Luzern Lyss Mägenwil Müllheim Murg SG Neuenburg Nidwalden Nürensdorf Oberhasli Obfelden Obwalden Oeschenbach Ostermundigen Ottenbach Pfäffikon SZ Pfungen polizei.news Polizeinews Prävention Regionen Reiden Sarmenstorf Schaffhausen Schindellegi Schocherswil Schweiz Schwyz Seelisberg Sevelen SG Sirnach Solothurn St. Gallen Stadt Aarau Stadt Aarberg Stadt Adliswil Stadt Affoltern am Albis Stadt Allschwil Stadt Altdorf Stadt Altendorf Stadt Altstätten SG Stadt Amriswil Stadt Arbon Stadt Baar Stadt Baden Stadt Basel Stadt Bassersdorf Stadt Belp Stadt Bern Stadt Biel Stadt Brugg Stadt Buchs SG Stadt Bülach Stadt Burgdorf Stadt Chur Stadt Dübendorf Stadt Eglisau Stadt Einsiedeln Stadt Emmen Stadt Frauenfeld Stadt Genf Stadt Glarus Stadt Goldach Stadt Gossau SG Stadt Gränichen AG Stadt Herisau Stadt Horw Stadt Illnau-Effretikon Stadt Interlaken Stadt Kloten Stadt Kreuzlingen Stadt Kriens Stadt Langenthal Stadt Lenzburg Stadt Liestal Stadt Lugano Stadt Luzern Stadt Mellingen Stadt Münchenbuchsee Stadt Muri AG Stadt Muttenz Stadt Nidau Stadt Oftringen Stadt Olten Stadt Opfikon Stadt Pratteln Stadt Rapperswil-Jona Stadt Regensdorf Stadt Reinach AG Stadt Reinach BL Stadt Rheinfelden Stadt Richterswil Stadt Rolle Stadt Rorschach Stadt Rotkreuz Stadt Rümlang Stadt Rüti Stadt Sarnen Stadt Schaffhausen Stadt Schlieren Stadt Schwyz Stadt Solothurn Stadt Spiez Stadt St.Gallen Stadt Stans Stadt Steffisburg Stadt Suhr Stadt Sursee Stadt Thalwil Stadt Thun Stadt Uster Stadt Wädenswil Stadt Wallisellen Stadt Wattwil Stadt Wetzikon Stadt Wil Stadt Windisch Stadt Winterthur Stadt Wohlen Stadt Zofingen Stadt Zug Stadt Zürich Steinhausen Studen BE Tessin Thayngen Thurgau Tierwelt Umiken Uri Verkehr & Katastrophen Verkehrssicherheit Waadt Wabern Wallis Wetter Wildhaus-Alt Sankt Johann Zug Zürich
Immer mehr Autos sind mit Child Presence Detection-Systemen ausgerüstet, die warnen, wenn ein Kind im Auto verbleibt.
Eine Untersuchung verschiedener Systeme zeigt auf, wie zuverlässig diese reagieren – gerade bei Neugeborenen zeigen sich noch Schwächen.
Bei hohen Temperaturen kann ein Auto für ein Kind innert Minuten zur gefährlichen Hitzefalle werden.
Bei hohen Temperaturen ist das Risiko besonders gross: Bleibt ein Kind zu lange im abgeschlossenen Auto, drohen gesundheitliche Schäden, die bis zum Tod führen können. Stark gefährdet sind insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, da sie ihre Körpertemperatur nicht selber regulieren können und sich nicht selber aus dem Fahrzeug befreien können. Um solche Vorfälle zu vermeiden, verfügen immer mehr Autos über sogenannte Child Presence Detection-Systeme (CPD). Diese Systeme erkennen, ob sich noch ein Kind oder ein Hund im parkierten Auto befindet und senden verschiedene Signale, um die Fahrzeug-Besitzer oder Passanten zu alarmieren.
Zum Schutz von Kind und Hund
Eine Untersuchung des deutschen Mobilitätsclubs ADAC hat nun die unterschiedlichen Systeme geprüft und auf ihre Wirksamkeit getestet. Als Testobjekte dienten ein Dummy eines Neugeborenen in einer rückwärts gerichteten Babyschale sowie ein Dummy eines einjährigen Kindes in einem vorwärts gerichteten Kindersitz. Ausserdem wurde untersucht, ob die Systeme auch einen Hund auf der Rückbank erkennen. Unter den CPD gibt es indirekte und direkte Systeme. Indirekt arbeitende Systeme werten Informationen aus dem Fahrbetrieb aus, wie beispielsweise, ob der Rücksitz belegt war oder die hintere Tür geöffnet wurde. Aufgrund dieser Informationen erinnern sie den Fahrer daran, den Rücksitz zu kontrollieren. Direkt messende Systeme nutzen Sensoren im Fahrzeuginnern, um Bewegungen zu erkennen, darunter auch Atembewegungen schlafender Kinder.
Schwächen bei der Erkennung von Neugeborenen
In drei der vier untersuchten Autos kommen direkte CPD zum Einsatz und diese arbeiten zuverlässig. Alle erkannten den Dummy des einjährigen Kindes. Das indirekte System kann lediglich aufgrund bestimmter Fahrzeugzustände an eine mögliche Belegung erinnern. Anspruchsvoller war die Erkennung des neugeborenen Dummys in der rückwärts gerichteten Sitzschale. Keines der direkten Systeme konnte den Dummy zuverlässig erkennen. Besser funktionierte die Erkennung, wenn die Sitzschale mit dem Fahrzeuggurt befestigt wurde und nicht mit einer Isofix-Befestigung. Möglicherweise sind die geringen Atem- und Eigenbewegungen eines Neugeborenen eine Ursache für die Schwierigkeiten bei der Erkennung. Grundsätzlich zeigte die Untersuchung, dass die Systeme ein gutes Schutzpotenzial aufweisen. Die Vielzahl verschiedener Insassen- und Sitzkonfigurationen bleibt jedoch eine technische Herausforderung.
Vielfältige Warnsignale
Unterschiede gibt es auch bei den Reaktionen der CPD. Einige Systeme beschränken sich auf einen Hinweis im Fahrzeugdisplay. Andere gehen deutlich weiter und aktivieren zusätzlich Warnblinker, Hupe oder Alarmfunktionen. Teilweise werden Smartphone-Benachrichtigungen versendet oder Informationen für Passanten direkt auf dem Fahrzeugdisplay angezeigt. Einzelne Systeme nutzen zudem vorhandene Fahrzeugfunktionen wie die Standklimatisierung, um die Temperatur im Innenraum möglichst niedrig zu halten und so zusätzliche Zeit bis zum Eintreffen von Hilfe zu gewinnen.
Die Untersuchung zeigt, dass Child Presence Detection-Systeme ein grosses Potenzial besitzen, tragische Unfälle mit Kindern in parkierten Autos zu verhindern. Klar ist aber auch, dass technische Systeme nie die Verantwortung der Betreuungspersonen ersetzen. Der TCS rät, dass Kinder grundsätzlich nie – auch nicht für wenige Minuten – unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurückgelassen werden sollten. Bereits bei moderaten Aussentemperaturen kann sich der Innenraum innerhalb kurzer Zeit auf Werte erhitzen, die für Kinder sowie für Tiere lebensgefährlich sind. Auch vor dem Einsteigen empfiehlt sich ein kurzes Durchlüften. Ausserdem sollte der Unterschied zwischen einem klimatisierten Innenraum und der Aussentemperatur maximal sechs Grad betragen. Grössere Temperaturunterschiede können den Organismus belasten und beispielsweise zu einer Erkältung führen.
Quelle: Touring Club Schweiz TCS
Bildquelle: Symbolbild © encrier/iStock.com