Ambri empfängt Langnau – Duell zweier Teams mit völlig unterschiedlicher Form
von belmedia Redaktion Allgemein Bern Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport & Spiel Tessin Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Der HC Ambri-Piotta empfängt am Donnerstagabend um 20.00 Uhr die SCL Tigers in der Gottardo Arena. Die Leventiner wollen nach dem 0:3 gegen Davos sofort reagieren, während Langnau mit viel Selbstvertrauen aus dem spektakulären 4:3-Comeback gegen Lugano ins Tessin reist. In der Tabelle trennen die beiden Mannschaften vor dem direkten Duell lediglich zwei Punkte.
Ambri steht nach sieben Spielen mit elf Punkten auf Rang vier. Die SCL Tigers folgen mit neun Zählern auf Platz acht. Gerade deshalb besitzt das direkte Duell früh in der Saison bereits Gewicht: Mit einem Heimsieg könnte sich Ambri in der oberen Tabellenhälfte festsetzen, während Langnau mit drei Punkten mindestens bis auf einen Zähler heranrücken würde.
Die Formkurven könnten unterschiedlicher kaum sein. Ambri gewann zunächst 4:3 in Biel und 5:3 im Derby bei Lugano, verlor danach aber zuhause gegen Davos mit 0:3. Besonders bitter: Die Leventiner brachten 45 Schüsse auf das Tor von Sandro Aeschlimann, blieben aber ohne Treffer. Langnau dagegen hat zwei der letzten drei Spiele gewonnen und zuletzt gegen Lugano einen 0:3-Rückstand mit vier Treffern im Schlussdrittel noch in einen 4:3-Sieg verwandelt.
Ambri muss seine Chancen wieder nutzen
Die Leistung gegen Davos war keineswegs so schwach, wie es das Resultat vermuten lässt. Ambri erspielte sich zahlreiche Abschlüsse und setzte den HCD über lange Phasen unter Druck.
Das Problem lag vor allem in der Effizienz. 45 Schüsse ohne Tor zeigen, dass vor dem gegnerischen Gehäuse die letzte Konsequenz fehlte.
Gegen Langnau wird genau das entscheidend sein. Die Tigers haben in den vergangenen Partien gezeigt, dass sie Rückstände verkraften können. Wer Langnau eine Partie lange offen lässt, riskiert deshalb, in der Schlussphase unter Druck zu geraten.
Langnau kommt mit enormer Comeback-Moral
Das jüngste Beispiel lieferte das Heimspiel gegen Lugano.
Die Tigers lagen nach zwei Dritteln noch 0:2 zurück und mussten im Schlussabschnitt sogar das 0:3 hinnehmen. Danach kippte die Partie vollständig.
Juuso Riikola, Nando Eggenberger, Flavio Schmutz und Jonathan Dahlén trafen innerhalb von knapp 13 Minuten und machten aus einem scheinbar verlorenen Spiel noch einen 4:3-Sieg.
Bereits wenige Tage zuvor hatten die Tigers gegen den EV Zug einen 0:2-Rückstand noch in einen 5:3-Sieg verwandelt.
Goalie-Duell könnte entscheidend werden
Bei Ambri stand zuletzt Philip Wüthrich gegen Davos zwischen den Pfosten. Auf der Gegenseite begann Luca Boltshauser das jüngste Spiel der Tigers gegen Lugano.
Beide Teams verfügen offensiv über genügend Qualität, um das Spiel zu öffnen. Bei Ambri stehen unter anderem Roby Järventie, André Heim, Petr Kodytek und Nathan Schnarr für Tempo und Kreativität. Langnau bringt mit Hannes Björninen, Emil Pettersson, Saku Mäenalanen, Jonathan Dahlén und Patrick Petrini ebenfalls viel Erfahrung mit.
Das Duell könnte deshalb stark davon abhängen, welcher Goalie zuerst Sicherheit ausstrahlt und welches Team im Slot konsequenter verteidigt.
Vorbereitungsspiel spricht nicht automatisch für Langnau
Bereits am 27. August trafen die beiden Mannschaften in Biasca aufeinander.
Damals gewannen die Tigers mit 6:3. Ambri hatte sogar 2:0 geführt, ehe Langnau die Partie noch deutlich drehte.
Für das heutige Meisterschaftsspiel hat dieses Resultat allerdings nur begrenzte Aussagekraft. Inzwischen befinden sich beide Teams im regulären Saisonrhythmus, die Linien haben sich verändert und die Bedeutung des Spiels ist deutlich höher.
Ambri geht mit Heimvorteil und der besseren Tabellenposition in die Partie. Langnau bringt dagegen aktuell die bessere Comeback-Moral mit.
- Spielbeginn ist am Donnerstag um 20.00 Uhr in der Gottardo Arena.
- Ambri steht mit 11 Punkten auf Rang vier, Langnau mit 9 Punkten auf Rang acht.
- Ambri verlor zuletzt trotz 45 Torschüssen mit 0:3 gegen Davos.
- Langnau drehte zuletzt ein 0:3 gegen Lugano noch in einen 4:3-Sieg.
| Team | Sp. | S | OT-S | SO-S | SO-N | OT-N | N | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. ZSC Lions | 7 | 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 31:16 | +15 | 21 |
| 2. Genève-Servette HC | 8 | 3 | 0 | 1 | 2 | 0 | 2 | 25:24 | +1 | 13 |
| 3. Fribourg-Gottéron | 7 | 2 | 1 | 1 | 1 | 0 | 2 | 22:19 | +3 | 11 |
| 4. HC Ambri-Piotta | 7 | 3 | 0 | 1 | 0 | 0 | 3 | 22:24 | -2 | 11 |
| 5. HC Ajoie | 7 | 1 | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 22:20 | +2 | 11 |
| 6. EV Zug | 5 | 3 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 21:12 | +9 | 10 |
| 7. HC Davos | 7 | 3 | 0 | 0 | 1 | 0 | 3 | 18:19 | -1 | 10 |
| 8. SCL Tigers | 7 | 2 | 0 | 1 | 0 | 1 | 3 | 23:26 | -3 | 9 |
| 9. SC Rapperswil-Jona Lakers | 7 | 2 | 1 | 0 | 0 | 1 | 3 | 21:27 | -6 | 9 |
| 10. Lausanne HC | 7 | 2 | 0 | 1 | 0 | 0 | 4 | 19:25 | -6 | 8 |
| 11. EHC Biel-Bienne | 6 | 2 | 0 | 0 | 1 | 0 | 3 | 19:18 | +1 | 7 |
| 12. SC Bern | 5 | 2 | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 | 16:16 | 0 | 7 |
| 13. EHC Kloten | 7 | 1 | 1 | 0 | 0 | 1 | 4 | 15:26 | -11 | 6 |
| 14. HC Lugano | 5 | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 | 3 | 17:19 | -2 | 5 |
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert