Tunnelsicherheit: Wie Licht, Signalisation und Technik Leben schützen

In einem Strassentunnel müssen Beleuchtung, Signalisation, Überwachung und Kommunikation zuverlässig zusammenspielen. Dynamische Signale warnen vor Stau oder Unfällen, beleuchtete Leitelemente weisen den Weg und Notausgänge ermöglichen im Ernstfall die Selbstrettung.

Damit diese Systeme jederzeit funktionieren, werden technische Anlagen regelmässig geprüft und nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer ersetzt. Dabei muss häufig auch die gesamte Verkabelung erneuert werden.

Bereits am Tunnelportal beginnt das Sicherheitskonzept. Signallichter, Fahrstreifenanzeigen und Tempovorgaben müssen so früh erkennbar sein, dass Verkehrsteilnehmer rechtzeitig reagieren können.

Tunnelsicherheit beginnt vor der Einfahrt

Strassentunnel verkürzen Reisewege, entlasten Ortschaften und ermöglichen sichere Verbindungen durch bergiges Gelände. Im Ereignisfall stellen sie Einsatzkräfte und Verkehrsteilnehmer jedoch vor besondere Herausforderungen. Rauch und Hitze können nicht wie auf einer offenen Strasse entweichen. Gleichzeitig stehen nur begrenzte Flucht- und Zufahrtswege zur Verfügung.

Deshalb beginnt die Sicherheit bereits vor dem Portal. Lichtsignale, Wechselanzeigen und Verkehrszeichen informieren über die zulässige Geschwindigkeit, gesperrte Fahrstreifen oder eine vollständige Tunnelsperrung. Bei dichtem Verkehr kann die Zufahrt dosiert werden, damit sich innerhalb der Röhre kein gefährlicher Rückstau bildet.

Das Bundesamt für Strassen ASTRA unterscheidet bei der Tunnelsicherheit drei zentrale Bereiche: die Infrastruktur, den Betrieb und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Zur Infrastruktur gehören unter anderem Beleuchtung, Signalisation, Lüftung, Notrufeinrichtungen und Fluchtwege. Der Betrieb umfasst die Verkehrsüberwachung sowie vorbereitete Abläufe für Störungen und Notfälle.

Technische Einrichtungen können Gefahren erkennen und Informationen weitergeben. Entscheidend bleibt dennoch, dass Fahrzeuglenker die angezeigten Signale beachten und im Ereignisfall richtig reagieren.



Was bedeutet dynamische Signalisation?

Feste Verkehrszeichen zeigen dauerhaft geltende Regeln an. Eine dynamische Signalisation kann ihre Anzeige dagegen der aktuellen Verkehrslage anpassen. Die Signale werden von einer Verkehrsleitzentrale oder durch vordefinierte automatische Abläufe gesteuert.

Zu den möglichen Anzeigen gehören:

  • wechselnde Geschwindigkeitsbegrenzungen,
  • Warnungen vor Stau, Unfall oder Bauarbeiten,
  • grüne Pfeile über geöffneten Fahrstreifen,
  • rote Kreuze über gesperrten Fahrstreifen,
  • Fahrverbote oder vollständige Tunnelsperrungen,
  • Hinweise zum Abstand oder zur Verkehrsführung.

Die dynamischen Anzeigen helfen, den Verkehr frühzeitig zu verlangsamen und Gefahrstellen abzusichern. Entsteht im Tunnel ein Stau, kann die zulässige Geschwindigkeit bereits vor dem Rückstau reduziert werden. Wird ein Fahrzeug erkannt, das eine Spur blockiert, lässt sich der betroffene Fahrstreifen sperren.

Besondere Bedeutung hat das Rotlicht am Tunnelportal. Das ASTRA bezeichnet dieses Signal auch als «Portalrot». Es zeigt an, dass der Tunnel nicht befahren werden darf. Gründe können ein Unfall, ein Brand, ein Rückstau oder eine technische Störung sein.

Wer das rote Licht sieht, muss vor dem Tunnel anhalten. Eine Einfahrt ist auch dann verboten, wenn im Tunnel selbst zunächst keine Gefahr erkennbar ist. Die Leitzentrale verfügt möglicherweise bereits über Informationen, die Autofahrer am Portal noch nicht wahrnehmen können.

Orange Blinklichter warnen vor einer akuten Gefahr

Blinkende orange Lichtsignale innerhalb des Tunnels weisen gemäss ASTRA auf eine mögliche Gefahrensituation hin. Dazu zählen beispielsweise plötzlich stockender Verkehr oder ein Rückstau.

In diesem Fall sollten Fahrzeuglenker die Geschwindigkeit kontrolliert reduzieren, den Abstand vergrössern und mit einem Hindernis rechnen. Abruptes Bremsen kann Folgeunfälle auslösen. Ein ausreichender Abstand schafft dagegen Reaktionsraum und verbessert die Sicht auf die weitere Verkehrsentwicklung.

Auch Radiodurchsagen können wichtige Hinweise liefern. Das ASTRA empfiehlt deshalb, während der Tunnelfahrt das Radio einzuschalten. In verschiedenen Anlagen können Verkehrsinformationen oder Sicherheitsanweisungen über den Rundfunk verbreitet werden.


Grüne Pfeile und rote Kreuze beziehen sich auf den jeweiligen Fahrstreifen. Ein rotes Kreuz bedeutet, dass die betreffende Spur nicht weiter befahren werden darf. Der Spurwechsel muss frühzeitig und ohne abrupte Manöver erfolgen.

Randbeleuchtung gibt Orientierung

Die Beleuchtung eines Tunnels erfüllt mehrere Aufgaben. Im normalen Betrieb sorgt sie dafür, dass Fahrbahn, Markierungen, Hindernisse und andere Fahrzeuge rechtzeitig erkennbar bleiben. Besonders anspruchsvoll ist der Übergang vom hellen Tageslicht in die dunklere Tunnelröhre.

Im Einfahrtsbereich muss die Beleuchtungsstärke deshalb an die Lichtverhältnisse ausserhalb des Tunnels angepasst werden. Ohne diesen Ausgleich könnte der Tunneleingang für einen kurzen Moment wie eine dunkle Fläche erscheinen. Weiter innerhalb der Röhre kann die Beleuchtung stufenweise reduziert werden.

Leuchtende Elemente am Fahrbahnrand unterstützen die Orientierung. Sie machen Verlauf und Begrenzung der Fahrbahn sichtbar. Bei Rauch oder einem Stromausfall können bodennahe beziehungsweise niedrig montierte Leiteinrichtungen besonders wichtig werden, da hoch angebrachte Beleuchtung durch Rauch früher verdeckt werden kann.

Die Randbeleuchtung darf nicht mit der Kennzeichnung der Fluchtwege verwechselt werden. Beide Systeme ergänzen sich: Die optische Führung erleichtert die Orientierung entlang der Fahrbahn, während grüne Fluchtwegzeichen und beleuchtete Notausgänge den Weg in einen geschützten Bereich anzeigen.

Bei einem Brand wird je nach Anlage eine besondere Brandnotbeleuchtung aktiviert. Nach Angaben des ASTRA befindet sie sich auf der Seite der Notausgänge. Zusätzliche Blinklichter an den Türen erleichtern das Auffinden der Ausgänge bei eingeschränkter Sicht.

Weshalb die Verkabelung mit erneuert wird

Hinter jedem Signal, jeder Leuchte und jedem Sensor liegt ein Netz aus Strom-, Steuerungs- und Kommunikationsleitungen. Dieses Netzwerk verbindet die Einrichtungen im Tunnel mit Schaltschränken, Energieversorgung und Leitzentrale.

Kabel sind im Tunnel hohen Belastungen ausgesetzt. Feuchtigkeit, Schmutz, Abgase, Temperaturschwankungen und der laufende Betrieb beanspruchen Material und Anschlüsse. Gleichzeitig verändern sich technische Anforderungen. Neue Signalgeber oder LED-Leuchten benötigen teilweise andere Steuerungen als ältere Systeme.

Wird eine Sicherheitsanlage umfassend modernisiert, genügt es deshalb häufig nicht, lediglich einzelne Leuchten oder Anzeigen auszutauschen. Veraltete Leitungen, Anschlüsse und Verteilanlagen können die Zuverlässigkeit neuer Komponenten beeinträchtigen. Eine Erneuerung der Verkabelung schafft ein abgestimmtes Gesamtsystem.

Zur elektrischen Ausrüstung gehören je nach Tunnel eine normale Energieversorgung, Ersatzstromsysteme und voneinander getrennte Stromkreise. Ziel ist, dass sicherheitsrelevante Einrichtungen auch bei einer Störung kontrolliert weiterarbeiten oder in einen definierten sicheren Zustand wechseln.

Sensoren erkennen Stau, Rauch und technische Störungen

Moderne Nationalstrassentunnel verfügen über sogenannte Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen. Dazu zählen neben Beleuchtung und Signalisation auch Kameras, Notrufanlagen, Brandmelder, Lüftungssteuerungen und verschiedene Sensoren.

Videokameras ermöglichen den Mitarbeitenden einer Leitzentrale, die Verkehrslage zu beurteilen. Automatische Systeme können je nach Ausstattung stillstehende Fahrzeuge, ungewöhnlich langsamen Verkehr oder Gegenstände auf der Fahrbahn erkennen.

Brandmeldeanlagen registrieren Anzeichen einer Rauch- oder Feuerentwicklung. Je früher ein Ereignis erkannt wird, desto schneller können Tunnel gesperrt, Einsatzkräfte alarmiert und weitere Sicherheitsfunktionen aktiviert werden.

Die Lüftung spielt bei einem Brand eine zentrale Rolle. Sie soll die Ausbreitung des Rauchs beeinflussen und Flucht- beziehungsweise Rettungsbedingungen verbessern. Welche Lüftungsstrategie eingesetzt wird, hängt von Bauart, Länge, Verkehrsführung und Ereignisort ab.

Nicht jedes Signal wird manuell ausgelöst. Bestimmte Abläufe können automatisch miteinander verknüpft sein. Erkennt eine Anlage beispielsweise einen Brand, können gleichzeitig das Portal geschlossen, Warnsignale aktiviert, die Beleuchtung angepasst und die Leitzentrale alarmiert werden. Die verantwortlichen Stellen prüfen die Situation und leiten weitere Massnahmen ein.

Wartung bedeutet mehr als den Austausch defekter Lampen

Sicherheitsanlagen müssen auch nach Jahren zuverlässig funktionieren. Dazu werden sie kontrolliert, getestet und gewartet. Bei Funktionsprüfungen lässt sich feststellen, ob ein Signal korrekt angesteuert wird, eine Notrufverbindung funktioniert oder eine Leuchte die erforderliche Helligkeit erreicht.

Viele Komponenten besitzen eine begrenzte technische Nutzungsdauer. Ersatzteile für ältere Systeme sind irgendwann nicht mehr erhältlich. Auch Steuerungssoftware und Übertragungstechnik können veralten. Deshalb werden Anlagen häufig gebündelt erneuert, bevor die Zahl der Störungen deutlich zunimmt.

Während solcher Arbeiten sind Sperrungen oder eine einspurige Verkehrsführung kaum immer vermeidbar. Tätigkeiten über der Fahrbahn, Eingriffe in die Stromversorgung und umfassende Systemtests lassen sich unter laufendem Verkehr nur eingeschränkt sicher ausführen.


Eine SOS-Nische ermöglicht eine direkte Verbindung zur zuständigen Stelle. Gegenüber einem Mobiltelefon hat die Notrufsäule den Vorteil, dass Standort und Fahrtrichtung unmittelbar zugeordnet werden können.

Notrufnische, Notausgang und Sicherheitsstollen

Eine Notrufnische ist in erster Linie ein geschützter Meldepunkt. Dort befinden sich je nach Tunnel ein Notruftelefon und weitere Sicherheitseinrichtungen. Die Nische ist jedoch nicht zwangsläufig ein dauerhaft sicherer Aufenthaltsort bei einem Brand.

Über das Notruftelefon wird die zuständige Stelle direkt erreicht. Gleichzeitig können Standort und Fahrtrichtung übermittelt werden. Dadurch wissen Einsatzkräfte genauer, an welchem Abschnitt des Tunnels Hilfe benötigt wird.

Notausgänge führen aus der Fahrbahnröhre in einen geschützten Bereich. Das kann eine zweite Tunnelröhre, ein paralleler Sicherheitsstollen oder ein Ausgang ins Freie sein. Grüne Zeichen und Richtungspfeile zeigen, welcher Ausgang näher liegt.

Das ASTRA betont bei seinen Sicherheitskonzepten die Selbstrettung. Bei Rauch und Feuer können Minuten entscheidend sein. Verkehrsteilnehmer dürfen deshalb nicht im Fahrzeug darauf warten, dass die Feuerwehr sie abholt. Sie müssen den gekennzeichneten Fluchtweg möglichst rasch selbstständig erreichen.

Wie anspruchsvoll Einsätze unter Tage sind, zeigt der redaktionelle Hintergrundbericht über die Herausforderungen bei Tunnelbränden. Hitze, Rauch, Lärm und blockierte Fahrbahnen erschweren die Arbeit der Rettungskräfte erheblich.



Das Video des Bundesamts für Strassen zeigt einen Test der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung im Schöneichtunnel. Zu sehen ist, wie Beleuchtung, Warnsignale und weitere Einrichtungen im Ereignisfall zusammenwirken. Der Beitrag verdeutlicht, welche optischen Hinweise Verkehrsteilnehmer ernst nehmen müssen.

Richtig durch den Tunnel fahren

Eine sichere Tunnelfahrt beginnt mit einfachen Verhaltensregeln. Das Abblendlicht muss eingeschaltet sein. Sonnenbrillen sollten bei zu geringer Helligkeit abgenommen werden, damit sich die Augen schneller anpassen können.

Das ASTRA empfiehlt folgende Grundregeln:

  • Abblendlicht und Radio einschalten,
  • gleichmässig fahren,
  • mindestens 50 Meter Abstand halten,
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen und Signale beachten,
  • keinesfalls wenden oder rückwärtsfahren.

Überholmanöver und unnötige Spurwechsel erhöhen das Risiko. Besonders in Tunneln mit Gegenverkehr ist ein ausreichender Abstand zur Mittellinie wichtig. Vor der Einfahrt sollte zudem geprüft werden, ob genügend Treibstoff beziehungsweise Batterieladung vorhanden ist.

Kommt der Verkehr zum Stillstand, ist Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten. Der Motor sollte bei längerem Stillstand ausgeschaltet werden. Verkehrsfunk und Lautsprecherdurchsagen können weitere Anweisungen liefern.

Eine Meldung über die Erneuerung von Signalisation, Randbeleuchtung und Verkabelung ist deshalb mehr als eine gewöhnliche Baustelleninformation. Die Arbeiten betreffen Einrichtungen, die den Verkehrsfluss steuern, Gefahren anzeigen und im Notfall Orientierung geben.

Was tun bei einer Panne?

Bei einer Panne sollte das Fahrzeug möglichst in einer gekennzeichneten Abstellbucht oder auf dem Pannenstreifen angehalten werden. Fehlt eine solche Möglichkeit, wird es so weit rechts wie möglich abgestellt.

Anschliessend gelten folgende Schritte:

  1. Warnblinkanlage einschalten.
  2. Motor ausschalten.
  3. Warnweste anziehen.
  4. Fahrzeug vorsichtig verlassen.
  5. Hinter der Fahrbahnbegrenzung beziehungsweise in eine SOS-Nische gehen.
  6. Die Panne über die Notrufsäule melden.

Im Fahrzeug zu warten, ist gefährlich. Andere Verkehrsteilnehmer können das stehende Auto zu spät erkennen. Das gilt besonders bei schlechter Sicht oder dichtem Verkehr.

Entsteht Rauch am eigenen Fahrzeug, sollte nach Möglichkeit versucht werden, den Tunnel mit dem Fahrzeug zu verlassen. Wenden oder Rückwärtsfahren ist untersagt. Kann die Fahrt nicht fortgesetzt werden, muss das Fahrzeug abgestellt und der Tunnel über einen Fluchtweg verlassen werden.

Verhalten bei einem Tunnelbrand

Brände entwickeln in geschlossenen Räumen rasch gefährlichen Rauch. Bereits wenige Atemzüge können die Orientierung und Handlungsfähigkeit beeinträchtigen. Deshalb darf wertvolle Zeit nicht mit dem Bergen persönlicher Gegenstände verloren gehen.

Das ASTRA empfiehlt bei einem Brand:

  • keinesfalls wenden,
  • Warnblinkanlage einschalten,
  • mit möglichst grossem Abstand zum Brand anhalten,
  • Motor ausschalten,
  • Fahrzeug nicht abschliessen,
  • Schlüssel stecken oder im Fahrzeug liegen lassen,
  • den Tunnel über den gekennzeichneten Fluchtweg verlassen.

Der Fahrzeugschlüssel bleibt zurück, damit Einsatzkräfte das Auto bei Bedarf bewegen können. Personen sollten sich vom Rauch entfernen und den grünen Fluchtwegzeichen folgen.

Ein reales Brandereignis zeigt, weshalb die Selbstrettung entscheidend ist: Bei einem Fahrzeugbrand im Seelisbergtunnel konnte sich der Lenker in einen Fluchtstollen retten. Solche Ereignisse machen deutlich, welchen praktischen Wert gut erkennbare Ausgänge besitzen. Informationen über Tunnelunterhalt und notwendige Erneuerungsintervalle bietet auch der redaktionelle Beitrag zum Unterhalt technischer Anlagen im Gotthard-Basistunnel.


Notausgänge sind grün gekennzeichnet und führen in einen geschützten Bereich. Im Brandfall sollte nicht auf die Einsatzkräfte gewartet werden: Folgen Sie umgehend den Richtungspfeilen zum nächstgelegenen Ausgang.

Weshalb Sicherheitsanlagen regelmässig erneuert werden

Von aussen ist einer Signalisation häufig nicht anzusehen, wie alt ihre Technik ist. Hinter den sichtbaren Anzeigen arbeiten Steuerungen, Leitungen, Schaltanlagen und Kommunikationssysteme. Fällt nur ein Teil dieser Kette aus, kann eine Warnung verspätet oder gar nicht angezeigt werden.

Erneuerungen dienen daher dem vorbeugenden Unterhalt. Dabei werden Komponenten ersetzt, bevor sie ihre Zuverlässigkeitsgrenze erreichen. Neue LED-Systeme benötigen zudem weniger Energie als ältere Leuchten. Nach Angaben des ASTRA liegt das jährliche Einsparpotenzial der Umrüstung von Tunnelbeleuchtungen auf LED-Technik bei 10 bis 20 Gigawattstunden.

Helle Wandbeschichtungen und helle Fahrbahnbeläge können das Licht besser reflektieren. Dadurch lässt sich die erforderliche Beleuchtungsleistung reduzieren. Energieeffizienz darf jedoch nicht zulasten der Sichtbarkeit gehen. Die Ausleuchtung muss jederzeit den Sicherheitsanforderungen entsprechen.

Nach dem Einbau folgt eine umfassende Prüfung. Signale, Leuchten, Sensoren und Steuerungen werden einzeln und im Zusammenspiel getestet. Erst wenn die vorgesehenen Betriebs- und Notfallszenarien korrekt funktionieren, kann die Anlage vollständig in Betrieb gehen.

Fazit: Technik weist den Weg, richtiges Verhalten entscheidet

Dynamische Signalisation und Randbeleuchtung gehören zu einem mehrstufigen Sicherheitskonzept. Wechselanzeigen passen die Verkehrsführung an eine aktuelle Gefahr an. Beleuchtete Leitelemente erleichtern die Orientierung. Sensoren, Kameras und Brandmelder liefern der Leitzentrale wichtige Informationen. Notrufanlagen und Fluchtwege unterstützen die Selbstrettung.

Die gesamte Verkabelung verbindet diese Einrichtungen zu einem System. Ihre Erneuerung ist daher ein zentraler Teil jeder technischen Modernisierung. Vorübergehende Sperrungen und Nachtarbeiten dienen dazu, die Anlagen sicher einzubauen und zu testen.

Auch die modernste Technik kann jedoch nur wirksam werden, wenn Verkehrsteilnehmer ihre Hinweise befolgen. Ein rotes Licht am Portal bedeutet anhalten. Orange Blinklichter verlangen erhöhte Aufmerksamkeit. Grüne Fluchtwegzeichen zeigen im Brandfall den Weg in Sicherheit.

 

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