Ambri nimmt Noah Meier ins Visier – auch Quinn bleibt ein Thema

Der HC Ambri-Piotta arbeitet bereits intensiv an seiner Defensive für die Saison 2027/28. Nach Informationen von swisshockey.ch beschäftigen sich die Leventiner auch mit Noah Meier von den SCL Tigers. Gleichzeitig bleibt Benjamin Quinn von den Rapperswil-Jona Lakers ein Thema – in Ambris Verteidigung dürften auf die kommende Saison hin mehrere Veränderungen anstehen.

Meier passt gut in das Profil, das Ambri auf dem Schweizer Markt sucht. Der 24-jährige Verteidiger steht bei den SCL Tigers noch bis zum Ende der laufenden Saison unter Vertrag. Der Linksschütze bringt vor allem Mobilität, Tempo und Qualitäten im Spielaufbau mit. In der vergangenen Saison absolvierte Meier 49 National-League-Partien und kam dabei auf ein Tor sowie zwölf Assists.

Für Ambri ist die Personalie auch deshalb interessant, weil sich die Defensive für 2027/28 neu formieren dürfte. Mit Tim Heed und Isacco Dotti besitzen zwei erfahrene Verteidiger Verträge, die nach aktuellem Stand im Frühjahr 2027 auslaufen. Gleichzeitig suchen die Leventiner auf dem Schweizer Markt nach Spielern, die das Tempo erhöhen, unter Forechecking-Druck Lösungen finden und langfristig zum Kern der Mannschaft gehören können.

Meier passt in Ambris gesuchtes Profil

Nach Informationen von swisshockey.ch gehört Noah Meier zu den Verteidigern, mit denen sich Ambri im Hinblick auf die kommende Saison beschäftigt.

Der am 24. September 2002 geborene Schweizer spielt seit 2023 für die SCL Tigers. Langnau führt ihn mit 179 Zentimetern und 78 Kilogramm. Sein aktueller Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2026/27.

Meiers grösste Qualitäten liegen nicht in der klassischen körperlichen Verteidigung. Interessant machen ihn vielmehr seine läuferischen Fähigkeiten und sein Umgang mit der Scheibe.

Der 24-Jährige kann das Spiel aus der eigenen Zone heraus beschleunigen, die Scheibe selbst nach vorne tragen und verfügt über die Beweglichkeit, um sich unter Druck aus engen Situationen zu lösen. Gerade gegen ein aggressives gegnerisches Forechecking ist diese Fähigkeit wertvoll.

Tempo aus der Defensive wird wichtiger

Unter Jussi Tapola möchte Ambri strukturiert, aggressiv und mit hohem Tempo spielen. Dafür benötigt der HCAP Verteidiger, die nach einem Scheibengewinn schnell die erste Aktion setzen können.

Meier würde genau in diesem Bereich zusätzliche Möglichkeiten schaffen. Er ist kein klassischer Stay-at-home-Verteidiger und auch kein ausgewiesener Torjäger von der blauen Linie. Sein Wert liegt vielmehr im Übergangsspiel und darin, Angriffe bereits aus der eigenen Zone heraus einzuleiten.

2025/26 sammelte Meier in 49 National-League-Spielen 13 Skorerpunkte. Mit einem Tor und zwölf Assists unterstreichen auch die Zahlen, dass seine offensive Stärke eher im Vorbereiten und Aufbau als im Abschluss liegt.

Auch Benjamin Quinn bleibt ein Thema

Meier ist nicht der einzige Schweizer Verteidiger auf Ambris Radar.

Auch Benjamin Quinn von den Rapperswil-Jona Lakers ist nach Informationen aus der Leventina ein Thema beim HC Ambri-Piotta.

Der 22-jährige Rechtsschütze besitzt ebenfalls einen auslaufenden Vertrag. Mit 190 Zentimetern und rund 90 Kilogramm bringt Quinn allerdings ein deutlich anderes Profil mit als Meier.

Während Meier insbesondere über seine Mobilität und das Übergangsspiel kommt, besitzt Quinn wesentlich mehr körperliche Voraussetzungen. Gerade diese unterschiedlichen Spielertypen könnten für Ambris Kaderplanung interessant sein.

Eine Einigung mit einem der beiden Verteidiger ist derzeit nicht bekannt.

In Ambris Defensive stehen Veränderungen bevor

Dass Sportchef Lars Weibel den Schweizer Verteidigermarkt früh bearbeitet, ist nachvollziehbar.

Tim Heeds Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2026/27. Auch Isacco Dotti ist nach aktuellem Vertragsstand bis zum kommenden Frühjahr gebunden. Bei diesen Positionen werden deshalb Entscheidungen notwendig.

Andere Teile der Defensive sind bereits länger abgesichert. Rocco Pezzullo besitzt einen Vertrag bis 2028. Auch Dario Wüthrich wurde langfristiger gebunden, während Ambri mit Aris Häfliger eines seiner jungen Eigengewächse sogar bis 2030 unter Vertrag genommen hat.

Zaccheo Dotti wurde im Mai 2026 ebenfalls um zwei weitere Spielzeiten verlängert und gehört damit über die laufende Saison hinaus zu den eingeplanten Verteidigern.

Damit deutet derzeit vieles eher auf eine gezielte Neuordnung als auf einen kompletten Umbau hin. Ambri versucht, die bestehende Defensive mit jüngeren Schweizer Spielern zu ergänzen und gleichzeitig unterschiedliche Profile zusammenzubringen.

Meier würde dabei für Tempo, Pucktransport und Spielaufbau stehen. Quinn könnte zusätzliche Grösse und Physis bringen.

Für die Leventiner beginnt die Planung der Defensive 2027/28 damit bereits lange vor Saisonende.

🏒 AMBRIS DEFENSIV-PLANUNG

  • Noah Meier ist 24 Jahre alt und steht bei den SCL Tigers bis zum Ende der Saison 2026/27 unter Vertrag.
  • Der mobile Verteidiger kam 2025/26 in 49 National-League-Spielen auf ein Tor und zwölf Assists.
  • Auch Benjamin Quinn von den Rapperswil-Jona Lakers besitzt einen auslaufenden Vertrag und ist bei Ambri ein Thema.
  • Mit Tim Heed und Isacco Dotti stehen auch innerhalb der aktuellen Ambri-Defensive Vertragsentscheidungen für 2027 an.
📊NATIONAL LEAGUE 2026/27
Stand vor den Spielen vom 1. Oktober 2026.
Team Sp. S S n.V./P. N n.V./P. N Tore Pkt.
1. ZSC Lions 7 7 0 0 0 31:16 21
2. Genève-Servette HC 8 3 1 2 2 25:24 13
3. Fribourg-Gottéron 7 2 2 1 2 22:19 11
4. HC Ambri-Piotta 7 3 1 0 3 22:24 11
5. HC Ajoie 7 1 3 2 1 22:20 11
6. EV Zug 5 3 0 1 1 21:12 10
7. HC Davos 7 3 0 1 3 18:19 10
8. SCL Tigers 7 2 1 1 3 23:26 9
9. SC Rapperswil-Jona Lakers 7 2 1 1 3 21:27 9
10. Lausanne HC 7 2 1 0 4 19:25 8
11. EHC Biel-Bienne 6 2 0 1 3 19:18 7
12. SC Bern 5 2 0 1 2 16:16 7
13. EHC Kloten 7 1 1 1 4 15:26 6
14. HC Lugano 5 1 1 0 3 17:19 5

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert