Lugano gegen Roter Stern: Historischer Europacup-Abend im Tessin
von belmedia Redaktion Allgemein Conference League Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Tessin Themen Ⳇ Verbreitung
Der FC Lugano steht vor einem historischen Europacup-Abend. Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, empfangen die Tessiner um 18.45 Uhr Roter Stern Belgrad zum Auftakt der Conference-League-Ligaphase. Erstmals kann Lugano ein Heimspiel einer europäischen Ligaphase in der eigenen Stadt austragen. Trainer Mattia Croci-Torti trifft mit seiner ungeschlagenen Mannschaft auf einen international erfahrenen Gegner.
Die Tessiner führen die Super League nach zehn Spielen mit neun Siegen und einem Unentschieden souverän an. Beim jüngsten 4:0-Heimsieg gegen Luzern überzeugte Lugano erneut mit einer starken Offensivleistung. Roter Stern reist ebenfalls als ungeschlagener Tabellenführer an. Die Serben haben in ihrer Meisterschaft zehn Siege und ein Unentschieden aus elf Partien gesammelt.
Für Lugano hat das Spiel auch abseits des Rasens eine besondere Bedeutung. Während die Tessiner ihre europäischen Heimspiele in den vergangenen Jahren in anderen Schweizer Stadien austragen mussten, bietet die neue Lugano Arena nun die Bühne für internationale Begegnungen. Mit Renato Steffen steht zudem ein wichtiger Schweizer Nationalspieler nach seiner Verletzung wieder zur Verfügung.
Croci-Torti freut sich auf die europäische Premiere
Für Mattia Croci-Torti erfüllt sich mit dem Heimspiel gegen Roter Stern ein lang gehegter Wunsch. Der Trainer hat Lugano bereits mehrfach in europäische Wettbewerbe geführt, musste mit seiner Mannschaft aber bei Heimspielen der jeweiligen Hauptphase auf andere Stadien ausweichen.
Nun kann der Klub seine internationalen Gäste erstmals in der neuen Arena in Lugano empfangen. Die Vorfreude war an der Medienkonferenz vom Mittwoch entsprechend gross.
Croci-Torti erinnerte daran, dass seine Mannschaft bei früheren Europacup-Auftritten zunächst Erfahrungen sammeln musste. Heute sei das Team deutlich reifer und könne sich auch gegen international starke Gegner behaupten.
Der Weg in die Ligaphase führte Lugano über Dukagjini aus Kosovo und NSÍ Runavík von den Färöern. In den Playoffs setzten sich die Tessiner anschliessend gegen Maccabi Tel Aviv durch.
Zwei ungeschlagene Tabellenführer treffen aufeinander
Sportlich verspricht die Begegnung einen interessanten Vergleich. Lugano hat in der Super League einen beeindruckenden Saisonstart hingelegt und führt die Meisterschaft mit 28 Punkten aus zehn Spielen an.
Besonders eindrücklich war der jüngste 4:0-Heimsieg gegen den FC Luzern, bei dem Daniel Dos Santos mit zwei Treffern herausragte.
Auch Roter Stern Belgrad befindet sich in ausgezeichneter Form. Die Mannschaft des spanischen Trainers Albert Riera ist in der serbischen Liga ebenfalls ungeschlagen.
Der Traditionsklub gewann 1991 den Europapokal der Landesmeister und den Weltpokal. Diese internationale Vergangenheit unterstreicht die Bedeutung der Begegnung für Lugano.
Croci-Torti erwartet einen technisch starken Gegner mit viel Bewegung und Positionswechseln. Besonders die offensiven Rotationen der Serben werden für seine Mannschaft eine anspruchsvolle Aufgabe darstellen.
Steffen bereit, Zanotti fehlt gesperrt
Personell gibt es für Lugano sowohl positive als auch negative Nachrichten.
Renato Steffen steht nach seiner überstandenen Verletzung wieder zur Verfügung. Der Schweizer Offensivspieler war bereits gegen Luzern zurückgekehrt und erklärte an der Medienkonferenz, dass er sich körperlich wieder bereit fühle.
Dagegen muss Croci-Torti auf Mattia Zanotti verzichten. Der italienische Aussenverteidiger ist nach seinem Platzverweis im Playoff-Rückspiel gegen Maccabi Tel Aviv gesperrt.
Auch Roter Stern reist nicht in Bestbesetzung an. Kapitän Mirko Ivanić, Loizos Loizou, Derrick Luckassen und Mohammad Abu Fani gehören nicht zum Aufgebot. Osman Bukari fehlt gesperrt, ebenso steht Aleksandar Katai nicht zur Verfügung.
Die Ausfälle verändern die personellen Möglichkeiten beider Trainer. Gerade in einem europäischen Auftaktspiel dürften deshalb die taktische Disziplin und die Nutzung der Torchancen entscheidend werden.
Sechs Europacup-Abende warten auf Lugano
Mit der Begegnung gegen Roter Stern beginnt für Lugano eine Ligaphase mit sechs Partien gegen sechs unterschiedliche Gegner.
Nach dem Heimauftakt folgt bereits am 22. Oktober die Reise zum spanischen Erstligisten Getafe. Anfang November empfangen die Tessiner Kauno Žalgiris aus Litauen.
Danach folgen die Auswärtsspiele bei Jablonec und beim FC Kopenhagen, ehe am 17. Dezember Sint-Truidense aus Belgien zum Abschluss nach Lugano reist.
Die ersten acht Mannschaften der gemeinsamen Tabelle erreichen direkt den Achtelfinal. Die Teams auf den Plätzen neun bis 24 bestreiten die K.-o.-Playoffs.
Für Lugano ist ein erfolgreicher Start deshalb besonders wertvoll. Mit einem positiven Ergebnis gegen Roter Stern könnte die Mannschaft von Croci-Torti ihre starke Saison auch international fortsetzen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert