Genève-Servette gegen Lugano: Tessiner nach 1:6 unter Druck

Genève-Servette empfängt am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 19.45 Uhr den HC Lugano in den Vernets. Die Genfer wollen nach ihrer 3:6-Niederlage bei Ambri-Piotta wieder gewinnen und den zweiten Tabellenplatz verteidigen. Lugano reist nach zwei Niederlagen und acht Gegentoren am vergangenen Wochenende mit erheblichem Druck in die Romandie.

Die Tessiner verloren am Freitag gegen Davos mit 2:3 und mussten sich einen Tag später bei Fribourg-Gottéron deutlich mit 1:6 geschlagen geben. Besonders die defensive Anfälligkeit bereitet Sorgen. Dabei hatte Lugano das erste Saisonduell gegen Genève-Servette am 15. September vor eigenem Publikum mit 6:3 gewonnen.

Die Ausgangslage verspricht eine interessante Begegnung. Genf belegt mit 24 Punkten aus 13 Spielen Rang zwei der National League. Lugano steht mit 15 Zählern aus zwölf Partien auf dem elften Platz. Zusätzlich erhält das Wiedersehen durch den kürzlichen Torhütertausch zwischen beiden Klubs eine besondere Note.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Partie: Genève-Servette HC – HC Lugano
Termin: Dienstag, 20. Oktober 2026, 19.45 Uhr
Spielort: Patinoire des Vernets, Genf
Erstes Saisonduell: Lugano – Genf 6:3
Tabellenlage: Genf Rang 2, Lugano Rang 11
Was das bedeutet
Genf kann seinen Platz in der Spitzengruppe festigen. Lugano benötigt Punkte, um den Anschluss an die Play-in-Ränge nicht zu verlieren. Beide Mannschaften stehen nach Niederlagen am Samstag vor einer wichtigen Reaktion.

Lugano sucht nach dem Einbruch in Freiburg Stabilität

Das vergangene Wochenende verlief für den HC Lugano enttäuschend. Nach der knappen Heimniederlage gegen Davos folgte bei Fribourg-Gottéron eine deutliche 1:6-Pleite.

Acht Gegentore innerhalb von zwei Begegnungen machen deutlich, wo die Mannschaft von Tomas Mitell ansetzen muss. Gegen einen offensiv gefährlichen Gegner wie Genève-Servette wird eine kompaktere Defensive entscheidend sein.

Dabei haben die Tessiner bereits gezeigt, dass sie auch starke Mannschaften fordern können. Beim 2:3 gegen die ZSC Lions am 9. Oktober lagen sie bis kurz vor Schluss mit 2:1 vorne.

Auch der 5:2-Auswärtssieg gegen Lausanne und das 3:2 in Biel unterstreichen das vorhandene Potenzial. Allerdings gelang es Lugano zuletzt nicht, diese Leistungen konstant abzurufen.

Genf will die Niederlage gegen Ambri vergessen machen

Für Genève-Servette endete am Samstag eine erfolgreiche Phase. Beim HC Ambri-Piotta verloren die Grenats mit 3:6.

Zuvor hatte die Mannschaft mit Siegen gegen Bern, Zug, Davos und die SCL Tigers überzeugt. Besonders der 3:2-Erfolg gegen Davos zeigte die Qualitäten der Genfer.

Damals drehten sie einen 0:2-Rückstand. Jan Rutta erzielte in der Schlussphase den entscheidenden Treffer zum 3:2.

Gegen Ambri geriet Servette hingegen durch zahlreiche Strafen und die effiziente gegnerische Offensive ins Hintertreffen. Das Über- und Unterzahlspiel könnte deshalb auch gegen Lugano eine wichtige Rolle übernehmen.

Vor heimischem Publikum wollen die Genfer wieder an ihre erfolgreichen Auftritte anknüpfen.

Besonderes Wiedersehen nach Torhütertausch

Eine zusätzliche Geschichte liefert der ungewöhnliche Wechsel auf den Torhüterpositionen.

Erst am 8. Oktober hatten die beiden Vereine einen direkten Torhütertausch vollzogen.

Robert Mayer wechselte auf Leihbasis bis Saisonende von Genf nach Lugano. Im Gegenzug schloss sich Joren van Pottelberghe den Grenats an.

Für Mayer wäre ein Einsatz in den Vernets eine besondere Rückkehr. Der erfahrene Schweizer Schlussmann kennt den Klub und das Stadion aus seiner langjährigen Zeit bei Genève-Servette.

Van Pottelberghe bestritt am Samstag beim 3:6 gegen Ambri bereits seinen ersten National-League-Einsatz für Genf.

Ob die beiden Torhüter am Dienstag gegen ihre bisherigen Mannschaften zum Einsatz kommen, entscheidet sich mit der Aufstellung.

Genf strebt Revanche für die Auftaktniederlage an

Das erste Aufeinandertreffen der laufenden Saison ging klar an Lugano. Am 15. September gewannen die Bianconeri in der Cornèr Arena mit 6:3.

Für die Tessiner war es ein erfolgreicher Start in die Meisterschaft. Seither haben beide Mannschaften jedoch unterschiedliche Entwicklungen durchlaufen.

Während Genf mit 24 Punkten zur Spitzengruppe gehört, sucht Lugano im Tabellenmittelfeld und unteren Bereich nach Konstanz.

Ein Auswärtssieg in Genf wäre deshalb sportlich und hinsichtlich des Selbstvertrauens von grosser Bedeutung.

Die Gastgeber wollen dagegen verhindern, dass Lugano auch das zweite Saisonduell für sich entscheidet.

Anspruchsvolle Aufgaben warten bereits am Freitag

Nach der Begegnung vom Dienstag geht die Meisterschaft für beide Mannschaften ohne lange Pause weiter.

Genève-Servette reist am Freitag, 23. Oktober, zum HC Ajoie. Am Sonntag folgt das Heimspiel gegen Tabellenführer ZSC Lions.

Lugano empfängt am Freitag den EHC Kloten und reist am Sonntag zum SC Bern.

Damit beginnt für beide Klubs eine wichtige Meisterschaftsphase mit mehreren Begegnungen innerhalb weniger Tage.

Für Genf geht es darum, den Anschluss an die führenden Zürcher zu halten. Lugano möchte dagegen den Abstand zu den Mannschaften auf den Play-in-Plätzen verkürzen.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
20. Oktober 2026 | Vor den Dienstagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 12 +25 33
2. Genève-Servette HC 13 +3 24
3. HC Ambri-Piotta 12 +2 21
4. Fribourg-Gottéron 12 +14 21
5. Lausanne HC 14 +1 21
6. SC Bern 11 +4 20
7. SCL Tigers 13 +3 19
8. HC Ajoie 14 −4 19
9. EV Zug 8 +11 16
10. HC Davos 13 −7 16
11. HC Lugano 12 −3 15
12. EHC Biel-Bienne 12 −6 13
13. SCRJ Lakers 13 −18 11
14. EHC Kloten 13 −25 9

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert