Nach Herz-Kontrolle: Désirée Blanco beendet Schiri-Karriere sofort
von belmedia Redaktion #Schweizweit Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Sport sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Désirée Blanco beendet ihre Karriere als Spitzenschiedsrichterin früher als geplant. Die 43-jährige Bernerin zieht sich aus gesundheitlichen Gründen per sofort zurück. Das Super-League-Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Lugano im St. Jakob-Park ist damit ihr letzter Einsatz auf diesem Niveau.
Eigentlich hatte Blanco vorgesehen, erst am Ende der laufenden Saison aufzuhören. Eine kardiologische Kontrolle Anfang August führte nun jedoch zu einem früheren Entscheid.
Bei der Untersuchung wurden Auffälligkeiten festgestellt. Blanco trägt seit vier Jahren einen Herzschrittmacher.
Blanco fühlt sich trotz Entscheid gesund
Der vorzeitige Rücktritt bedeutet nicht, dass Blanco künftig auf Sport verzichten muss.
Die Schiedsrichterin erklärte, sie fühle sich gesundheitlich gut und dürfe auch weiterhin Sport treiben. Die Belastungen des Spitzenschiedsrichterwesens seien für sie allerdings nicht mehr vorgesehen.
«Ich fühle mich kerngesund und darf weiterhin Sport treiben, einfach nicht mehr auf diesem Niveau», erklärte Blanco.
Damit endet ihre Laufbahn früher, als sie selbst ursprünglich geplant hatte.
Gerade für Spitzenschiedsrichterinnen und Spitzenschiedsrichter sind die körperlichen Anforderungen hoch. Während einer Partie legen sie zahlreiche Kilometer zurück, absolvieren wiederholt intensive Sprints und müssen gleichzeitig über die gesamte Spielzeit konzentriert bleiben.
Basel gegen Lugano wird zum Abschiedsspiel
Ihr letzter Einsatz führt Blanco nochmals auf eine grosse Schweizer Fussballbühne.
Am Sonntag leitet sie im St. Jakob-Park das Super-League-Duell zwischen dem FC Basel und dem FC Lugano.
An den Seitenlinien wird Blanco von Linda Schmid und Susanne Küng unterstützt. Michèle Schmölzer ist als Video Assistant Referee im Einsatz.
Für Blanco wird die Partie unabhängig vom Resultat zu einem besonderen Abschluss.
Noch vor wenigen Wochen deutete nichts darauf hin, dass ihr letzter Einsatz bereits Anfang September stattfinden würde.
Ursprünglich wollte die erfahrene Schiedsrichterin die Saison 2026/27 regulär beenden und sich erst danach aus dem Spitzenfussball zurückziehen.
International bis zuletzt auf höchstem Niveau
Blanco war nicht nur in der Schweiz regelmässig im Einsatz.
Die FIFA-Schiedsrichterin leitete in den vergangenen Jahren zahlreiche internationale Partien im Frauenfussball.
Noch Ende August stand sie in der Qualifikation zur Women’s Champions League beim Spiel zwischen St. Pölten und Juventus Turin auf dem Platz.
Im April leitete sie sogar das Halbfinal-Hinspiel der Women’s Champions League zwischen Arsenal und OL Lyonnes in London.
Auch in der Qualifikation für die Frauen-WM 2027 wurde Blanco eingesetzt. Im Juni leitete sie die Partie zwischen Frankreich und Irland in Grenoble, zuvor war sie bereits beim Duell zwischen Schweden und Serbien verantwortlich.
Diese Einsätze zeigen, welchen Stellenwert die Schweizerin auch international besitzt.
Gesundheit geht vor sportlicher Karriere
Der Rücktritt erfolgt nun nicht aufgrund sportlicher Leistungen, sondern aus gesundheitlicher Vorsicht.
Blanco hatte trotz ihres Herzschrittmachers weiterhin auf Spitzenniveau gepfiffen und internationale Spiele geleitet.
Nach den Auffälligkeiten bei der Untersuchung Anfang August entschied sie sich jedoch, die Belastung nicht bis zum ursprünglich geplanten Saisonende fortzusetzen.
Der Schritt beendet damit eine lange Karriere auf nationaler und internationaler Ebene.
Gerade der Zeitpunkt macht den Abschied ungewöhnlich: Nur wenige Tage nach ihrem jüngsten internationalen Einsatz folgt nun das Ende ihrer Tätigkeit im Spitzenfussball.
Ein letzter Auftritt im St. Jakob-Park
Mit Basel gegen Lugano erhält Blanco zum Abschluss nochmals eine Partie mit grosser sportlicher Bedeutung.
Die Tessiner sind stark in die neue Saison gestartet und gehören zur Spitzengruppe der Super League. Basel steht dagegen bereits früh unter Druck und benötigt vor heimischem Publikum Punkte.
Für Blanco steht an diesem Nachmittag jedoch noch etwas anderes im Mittelpunkt.
Wenn der Schlusspfiff im St. Jakob-Park ertönt, endet gleichzeitig ihre Karriere als Spitzenschiedsrichterin.
Der Entscheid fiel früher als geplant – aber bewusst mit Blick auf die eigene Gesundheit.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert