FC Basel: Mit Bjelica laufen derzeit keine Gespräche

Bei der Trainersuche des FC Basel zeichnet sich eine neue Richtung ab. Mit Nenad Bjelica, der zuletzt als möglicher Nachfolger von Stephan Lichtsteiner gehandelt wurde, laufen nach aktuellen Informationen derzeit keine Gespräche. Die Basler sollen stattdessen eine andere Wunschlösung im Ausland verfolgen.

Noch vor wenigen Tagen hatte eine Spur zum 55-jährigen Kroaten geführt. Bjelica war dabei als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Stephan Lichtsteiner in den Fokus gerückt, nachdem Berichte sogar von einem ersten Kontakt gesprochen hatten.

Nun relativiert sich diese Spur deutlich. Laut «Blick» gibt es zwischen dem FC Basel und Bjelica zumindest zum aktuellen Zeitpunkt keine Gespräche. Auch andere zuletzt genannte Namen sollen nicht dem Profil entsprechen, das die sportliche Führung für den neuen Cheftrainer festgelegt hat.

FCB sucht erfahrenen Trainer aus dem Ausland

Der neue Trainer soll dem Bericht zufolge aus dem Ausland kommen und bislang möglichst keine Verbindung zum Schweizer Fussball gehabt haben. Gleichzeitig legt der FCB offenbar Wert darauf, dass Lichtsteiners Nachfolger bereits Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt hat.

Damit unterscheidet sich die Suche deutlich vom letzten Entscheid. Lichtsteiner hatte im Januar seine erste Cheftrainerstelle in der Super League übernommen. Nach sieben Meisterschaftsrunden der neuen Saison und zuletzt zwei Heimniederlagen in Folge beendete der FCB am Mittwoch die Zusammenarbeit.

Neben Bjelica soll auch Sandro Wagner kein Thema sein. Der ehemalige deutsche Nationalspieler war zuletzt nach Medienberichten mit Basel in Verbindung gebracht worden. Schweizer Lösungen wie Mario Frick oder Giorgio Contini sollen ebenfalls nicht in das gesuchte Profil passen.

Wunschlösung offenbar noch nicht verfügbar

Verantwortlich für die Trainersuche ist vor allem der neue Technische Direktor Andreas Herrmann. Laut «Blick» hat der 35-Jährige einen klaren Plan und arbeitet mit einer bevorzugten Lösung sowie einem kleinen Kreis an Alternativen.

Bei der Wunschlösung soll es derzeit noch an einer Einigung beziehungsweise an den Ablösemodalitäten mit dem aktuellen Verein des Kandidaten hapern. Daraus ergibt sich auch, dass es sich beim favorisierten Trainer offenbar um einen derzeit gebundenen Coach handelt.

Eine schnelle Präsentation scheint deshalb nicht garantiert. Der neue Cheftrainer könnte erst vor der knapp dreiwöchigen Länderspielpause Ende September übernehmen.

Nocentini führt Basel vorerst weiter

Bis zur Verpflichtung eines Nachfolgers bleibt Luigi Nocentini für die erste Mannschaft verantwortlich. Der 37-jährige Italiener gehörte bereits unter Fabio Celestini zum Trainerstab und war auch in der vergangenen Saison Teil des Basler Staffs.

Sein erstes Meisterschaftsspiel als Interimstrainer bestreitet Nocentini am Sonntag auswärts gegen den FC Luzern. Nach sieben Runden liegt Basel mit zehn Punkten auf dem fünften Tabellenplatz und damit nur einen Punkt vor den Zentralschweizern.

Gut möglich ist, dass Nocentini auch eine Woche später beim Heimspiel gegen den FC St. Gallen noch an der Seitenlinie steht. Der FCB will bei seiner Trainersuche offenbar keine überstürzte Lösung präsentieren und setzt nach dem gescheiterten Lichtsteiner-Projekt bewusst auf Erfahrung.

Für Bjelica bedeutet die neue Entwicklung nicht zwingend, dass eine Verpflichtung endgültig ausgeschlossen ist. Klar ist jedoch: Anders als zuletzt berichtet, führen die Basler derzeit offenbar keine konkreten Gespräche mit dem Kroaten.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert