Fassnacht beendet seine Nati-Karriere
von belmedia Redaktion #Schweizweit Allgemein Fussball Magazine nachrichtenticker.ch Nationalmannschaft News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Christian Fassnacht beendet seine Karriere in der Schweizer Nationalmannschaft. Der 32-jährige Offensivspieler der Young Boys zieht nach 24 Länderspielen und fünf Toren einen Schlussstrich. Fassnacht begründet seinen Entscheid mit seiner zuletzt kleineren Rolle und dem Wunsch, nun jüngeren Spielern Platz zu machen.
Der Zürcher gehörte seit seinem Debüt im Oktober 2018 während acht Jahren immer wieder zum Kreis der Nationalmannschaft. Sein Weg war aussergewöhnlich: Fassnacht absolvierte kein einziges Spiel für eine Schweizer Nachwuchs-Auswahl und schaffte erst kurz vor seinem 25. Geburtstag den Sprung ins A-Team. Insgesamt brachte er es auf 656 Einsatzminuten im Nationaltrikot.
Sportlich befindet sich Fassnacht auf Klubebene weiterhin in ausgezeichneter Verfassung. Anfang September erzielte er beim 4:2 der Young Boys beim FC Zürich einen Hattrick und gleichzeitig sein 100. Super-League-Tor. Künftig kann sich der YB-Offensivspieler vollständig auf seine Klubkarriere konzentrieren.
«Den Jungen Platz machen»
Fassnacht bezeichnet den Zeitpunkt für seinen Abschied als richtig. Er wolle aufhören, «wenn es am schönsten ist», erklärte der 32-Jährige. Gleichzeitig verweist er auf seine Rolle innerhalb der Nationalmannschaft und darauf, nun den jüngeren Spielern Platz machen zu wollen.
Seine letzte Phase im Nationalteam war von einer bemerkenswerten Rückkehr geprägt. Nach längerer Absenz kämpfte sich Fassnacht dank seiner starken Leistungen bei YB wieder ins Aufgebot und gehörte auch zum Schweizer Kader bei der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika.
Seinen letzten Einsatz absolvierte er beim 2:1 gegen Kanada, als er eingewechselt wurde. In den weiteren Partien des Turniers blieb er ohne Einsatz.
Vom Amateurfussball bis zur Weltmeisterschaft
Fassnachts Laufbahn im Nationalteam ist auch deshalb aussergewöhnlich, weil sein Weg an die Spitze lange keineswegs vorgezeichnet war. Er spielte unter anderem beim FC Thalwil und FC Tuggen, ehe er über Winterthur und Thun zu den Young Boys gelangte.
Erst dort entwickelte er sich zu einem der konstantesten Offensivspieler der Super League. Nationaltrainer Vladimir Petkovic berief ihn schliesslich erstmals ins A-Team. Sein Debüt gab Fassnacht am 12. Oktober 2018 bei der 1:2-Niederlage gegen Belgien.
Später gehörte er zu den Schweizer Kadern an der EM 2021 sowie bei den Weltmeisterschaften 2022 und 2026. Besonders in Erinnerung bleibt sein Einsatz im legendären EM-Achtelfinal gegen Frankreich 2021. Fassnacht wurde in der Schlussphase eingewechselt und war an der Schweizer Aufholjagd beteiligt, die schliesslich im Penaltyschiessen zum Viertelfinaleinzug führte.
Yakin würdigt den Teamplayer
Nationaltrainer Murat Yakin würdigt Fassnacht zum Abschied als ausgesprochen loyalen und bodenständigen Spieler. Er sei stets mit vollem Einsatz dabei gewesen und habe sich jederzeit in den Dienst der Mannschaft gestellt.
Auch Fassnacht selbst blickt dankbar auf seine acht Jahre mit der Nationalmannschaft zurück. Er habe zwar keine besonders lange oder von Stammplatzgarantien geprägte Nati-Karriere erlebt, gerade deshalb sei sein persönlicher Weg für ihn besonders wertvoll gewesen.
Mit 24 Länderspielen, fünf Treffern und drei grossen Endrunden endet nun dieses Kapitel. Im Klubfussball ist Fassnacht dagegen weiterhin voll aktiv – und bei den Young Boys derzeit wichtiger denn je.
- Murat Yakin gibt am Donnerstag das nächste Schweizer Aufgebot bekannt – erstmals definitiv ohne Christian Fassnacht.
- Am 26. September startet die Schweiz auswärts gegen Nordmazedonien in die Nations League.
- Drei Tage später folgt im Hampden Park das Auswärtsspiel gegen Schottland.
- Neben Fassnacht steht auch der zurückgetretene Silvan Widmer künftig nicht mehr zur Verfügung; Noah Okafor verzichtet unter den aktuellen Umständen ebenfalls auf weitere Einsätze unter Yakin.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert