Ambri dreht 0:2 und gewinnt Tessiner Derby gegen Lugano mit 4:3

Der HC Ambri-Piotta gewinnt das Tessiner Derby gegen den HC Lugano mit 4:3 (0:1, 2:1, 2:1). Die Mannschaft von Jussi Tapola liegt am Samstag, 31. Oktober 2026, in der ausverkauften Gottardo Arena bereits mit 0:2 zurück, kämpft sich jedoch eindrücklich in die Begegnung zurück. André Heim und Petr Kodytek sorgen im Mitteldrittel für den Ausgleich, ehe die Leventiner im Schlussabschnitt den Sieg sicherstellen.

Cyrill Henry bringt Lugano in der 17. Minute in Führung, Santeri Alatalo erhöht in der 32. Minute auf 2:0. Ambri reagiert mit zwei Treffern innerhalb von weniger als vier Minuten. Nach dem 2:2 zur zweiten Pause fallen im Schlussdrittel nochmals drei Tore: zweimal für Ambri, einmal für Lugano.

Mit dem zweiten Derbysieg der Saison bestätigt Ambri seine bemerkenswerte Entwicklung. Bereits das erste Aufeinandertreffen in Lugano hatte die Mannschaft nach mehreren Rückständen mit 5:3 gewonnen. Die Leventiner stehen nun bei 33 Punkten aus 18 Spielen und festigen ihren zweiten Tabellenplatz.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Schlussresultat: HC Ambri-Piotta – HC Lugano 4:3.
Drittelresultate: 0:1, 2:1, 2:1.
Aufholjagd: Ambri verwandelt einen 0:2-Rückstand in einen Derbysieg.
Wichtige Treffer: André Heim und Petr Kodytek gleichen im Mitteldrittel aus.
Tabellenlage: Ambri erreicht 33 Punkte aus 18 Spielen.
Was das bedeutet
Ambri gewinnt auch das zweite Tessiner Derby der Saison. Die Mannschaft bestätigt ihre mentale Widerstandskraft und verbessert ihre Ausgangslage im Kampf um einen direkten Playoff-Platz.

Henry bringt Lugano in Führung

Das Tessiner Derby beginnt vor ausverkauften Rängen mit einer intensiven Anfangsphase.

Die Gastgeber versuchen früh, das Spiel zu kontrollieren. Lugano hält dagegen und sucht seine Möglichkeiten mit schnellen Angriffen.

In der 17. Minute gelingt den Gästen der Führungstreffer. Cyrill Henry trifft nach Vorarbeit von Mirco Müller zum 1:0.

Ambri findet vor der ersten Pause keine Antwort. Trotz eigener Möglichkeiten geht Lugano mit einem knappen Vorsprung in die Kabine.

Alatalo erhöht auf 2:0

Auch nach dem Seitenwechsel bleibt Lugano gefährlich.

In der 32. Minute erhöht Santeri Alatalo nach Zuspiel von Ramon Tanner auf 2:0.

Für Ambri wird die Ausgangslage damit schwierig. Die Mannschaft benötigt mindestens zwei Treffer, um in die Begegnung zurückzufinden.

Doch die Leventiner geraten nicht in Panik. Sie bleiben ihrer Spielstruktur treu und suchen weiterhin kontrolliert den Weg in die Offensive.

Heim und Kodytek drehen die Stimmung

In der 35. Minute gelingt André Heim der Anschlusstreffer zum 1:2.

Miles Müller und Michael Joly bereiten das Tor vor. Die Stimmung in der Gottardo Arena verändert sich unmittelbar.

Nur wenige Minuten später erhält Ambri eine Überzahlmöglichkeit.

Zaccheo Dotti muss wegen Behinderung auf die Strafbank. Nach lediglich 15 Sekunden im Powerplay erzielt Petr Kodytek bei 38:47 Minuten das 2:2.

Innerhalb von 3:51 Minuten haben die Leventiner den Zweitorerückstand aufgeholt.

Mit diesem Zwischenstand geht es in die zweite Pause.

Ambri gewinnt auch das Schlussdrittel

Die letzten 20 Minuten entscheiden das Derby endgültig zugunsten der Gastgeber.

Beide Mannschaften suchen die Entscheidung. Insgesamt fallen nochmals drei Treffer.

Ambri gewinnt den Schlussabschnitt mit 2:1 und setzt sich dadurch mit 4:3 durch.

Die Aufholjagd ist damit vollendet: Nach dem 0:2 im Mitteldrittel gewinnen die Leventiner die verbleibende Spielzeit insgesamt mit 4:1.

Für Lugano ist das besonders ärgerlich. Die Gäste hatten sich eine hervorragende Ausgangslage erarbeitet, können diese jedoch nicht zum Sieg nutzen.

Tapolas Mannschaft zeigt bemerkenswerte Reife

Die Entwicklung unter Trainer Jussi Tapola wird zunehmend sichtbar.

Ambri lässt sich durch Gegentore nicht mehr so leicht aus dem Konzept bringen. Statt hektisch zu reagieren, vertraut die Mannschaft auf ihre Organisation und ihre Abläufe.

Bereits am Freitag hatten die Leventiner gegen die ZSC Lions eine überzeugende Vorstellung gezeigt. Sie hielten mit dem Tabellenführer spielerisch mit und unterlagen erst im Penaltyschiessen.

Nur einen Tag später beweist Ambri erneut seine Widerstandskraft.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Mannschaft trotz der hohen Belastung des Wochenendes genügend Energie für eine weitere Aufholjagd findet.

Zweiter Derbysieg nach ähnlichem Verlauf

Schon am 26. September hatte Ambri in Lugano einen Rückstand mehrfach ausgeglichen.

Beim damaligen 5:3-Derbysieg in der Cornèr Arena gerieten die Leventiner sogar dreimal in Rückstand.

Roby Järventie, Tommaso De Luca und Nathan Borradori glichen jeweils aus. Michael Joly und Lukas Landry entschieden anschliessend die Partie.

Die Parallelen sind auffällig.

Auch diesmal gelingt es Lugano nicht, einen Vorsprung gegen den Kantonsrivalen zu verteidigen.

Für Ambri sind die beiden Derbysiege ein weiteres Zeichen dafür, dass der starke Saisonstart kein Zufallsprodukt ist.

Ambri festigt Platz zwei

Nach 18 Meisterschaftsspielen stehen die Leventiner bei 33 Punkten.

Das entspricht durchschnittlich 1,83 Punkten pro Begegnung und ist eine hervorragende Ausgangslage für die weitere Qualifikation.

Die Mannschaft überzeugt nicht nur mit ihrer kämpferischen Einstellung, sondern zunehmend auch mit spielerischer Qualität.

Mit einem stabilen Defensivsystem, gefährlichen Angriffsformationen und einer deutlich verbesserten mentalen Widerstandskraft besitzt Ambri gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison.

Der Derbyabend gegen Lugano liefert dafür ein weiteres eindrückliches Beispiel.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Gesamttabelle
31. Oktober 2026 | Tabellenbasis 30. Oktober, Derby Ambri – Lugano eingerechnet
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 17 +33 44
2. HC Ambri-Piotta 18 +4 33
3. Genève-Servette HC 18 −7 29
4. SCL Tigers 19 +10 29
5. SC Bern 16 +6 28
6. Fribourg-Gottéron 18 +13 27
7. EV Zug 12 +15 25
8. Lausanne HC 19 −11 24
9. EHC Biel-Bienne 17 −2 23
10. HC Davos 18 −9 23
11. HC Lugano 18 −6 22
12. HC Ajoie 18 −8 22
13. SCRJ Lakers 18 −17 19
14. EHC Kloten 18 −21 18

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert